Presseartikel

Laufaktion 2014 - "Sächsischer Lutherweg"

auf den Spuren von Martin Luther und der Refomation

Unsere Laufaktion “Sächsischer Lutherweg” hat wie immer ein breites Echo in der lokalen Presse und im Internet ausgelöst.

Einige ausgewählte im folgenden Link

Staffelmarathon in Berlin-Tempelhof 2013

MZ vom 21.11.2013
“Ungetrübte Stimmung auf eingetrübtem Rollfeld”

Eine 30-köpfige Gruppe Wittenberger Botenläufer machte sich am vergangenen Sonntagmorgen mit dem Reisebus auf den Weg zur 21. TÜV Rheinland Marathonstaffel nach Berlin-Tempelhof. Das ehemalige Flughafengelände diente als Schauplatz des größten deutschen Staffelrennens mit Rekordbeteiligung von fast 1.500 Staffeln und 7.500 Teilnehmern.

Nach anfänglichen Einlassproblemen, der Veranstalter ließ die Botenläufer mit ihren Sitzgarnituren nicht in den Hangar und verwies auf die zu Höchstpreisen angebotenen Leihgarnituren, gaben die Ordner schließlich nach. So konnten auch die Botenläufer bei ihrer fünften Teilnahme alle Sitzgelegenheiten auspacken und ergatterten ihren Stammplatz direkt in Start-/Ziel- und Wechselnähe. Der einzunehmende Platz für nun schon sechs Staffeln war entsprechend umfangreich abgesteckt.

Noch auf der Hinfahrt hatte Sportvorstandsmitglied Uwe Bajerke krankheits- und verletzungsbedingt mit Absagen zu kämpfen. Anke Schmidt sprang in zwei Staffeln ein und lief sowohl eine 10- wie eine 5-km-Distanz. Trotz eingetrübter Tempelhofer Freiheit, wenig Wind bei erträglichen 6°C blieb die Stimmung unter den Athleten keinesfalls eingetrübt.

Aus Startreihe 2 glänzend positioniert begann Frank Stoppe für die erste Männerstaffel. Das Ziel war klar definiert. Der Vereinsrekord aus dem Jahr 2010 sollte fallen. Stoppe übergab nach 12,195 Kilometern und gut 47 Minuten an André Martin, der für 10 km 38:39 Minuten benötigte. An dritter Stelle lief Olaf Kurzhals seinen 5-km-Abschnitt in 19:54 Minuten. Weitere 10 km spulte Michael Wartmann nach 40:40 Minuten ab, bevor der Staffeljüngste Norman Güldner seine 5 km unter 19 Minuten laufen musste, um die Bestleistung von 2:46:33 h zu knacken. Nur noch Optimisten glaubten an eine Verbesserung. Wenigstens ein Smartphone hielt den Moment am Ziel fest, als die Staffelpartner ihren Schützling unter großem Jubel fast erdrückten. Nach 2:46:24 h lief Güldner unter der Anzeigetafel freudestrahlend hindurch. Ein starker Platz 27 war der Lohn im Gesamteinlauf.

Die zweite Männerstaffel in der Besetzung Hans-Jürgen Nebel, Uwe Bajerke, Marco Kreisel, Alf Huyoff und Anke Schmidt errang Platz 77 und verfehlte die 3-Stunden-Marke nur knapp – 3:00:58 h. Mit Platz 239 von 1053 angetretenen Männerstaffeln hinterließ auch die dritte Männerstaffel mit Holger Bothe, Dieter Krüger, Bernd Güldner, Roland Heyn und Axel Schmidt nach 3:19:24 h einen zufriedenen Eindruck.
Die sechsköpfige Frauenstaffel, bestehend aus Doris Krüger, Nadine Güldner, Anke Schmidt, Sandra Huyoff, Heike Heinze und Katja Wartmann errang nach 3:31:40 h mit Platz 20 von 154 Frauenteams ein tolles Ergebnis.
Zwei Halbmarathonteams nahmen das Ganze nicht minder locker und liefen in den Besetzungen Andreas Bartsch, Hans-Joachim Rienecker, Wilfried Mehre, Rositta Palatini bzw. Guido Matthes, Ines Bothe, Simone Martin, Ingrid Nebel nach 1:58:21 h bzw. 2:15:34 h an vielen begeisterten Zuschauern vorbei durchs Ziel.

Übergabe der Urkunde des Laufes 2013 an die Lutherstadt Wittenberg

Der Lauf erfolgte unter dem Motto “200 Jahre Befreiungskriege” am 3. bis 05.10. und von 18. 19.10.2013

Fackelscheinlauf 2013 im Albert-Lambert-Stadion

Organisation und Ergebnisse

MZ am 08.11.2013

Finale mit Lauf im Fackelschein
Der Halbstundenlauf im Fackelschein in Wittenberg beschloss die Wettkampfserie in der Disziplin Leichtathletik 2013. Der Marathon-Mann Daniel Wartenberg schaffte 7 620 Meter.
wittenberg/MZ.
Der Halbstundenlauf im Fackelschein am Mittwochabend in Wittenberg war ein gelungener Abschluss der Wettkampfserie 2013. Nicht mehr um Ranglistenpunkte rennend blieb der sportliche Ehrgeiz aber trotzdem durchgängig spürbar. Das Arthur-Lambert-Stadion war entlang der Laufbahn von den Botenläufern mit Fackeln und Teelichtern anheimelnd ausgeleuchtet worden. Kaum noch Wind, nur ein paar Tröpfchen Regen, nicht unangenehme sieben Grad, ein auch in dieser Beziehung stimmiger Wettbewerb für die insgesamt etwa 100 Starter, vom Grundschüler (Viertelstundenlauf) bis zum 75-jährigen Senioren Kurt Hempel über die doppelte Zeit.
Erfolg für Marathon-Mann
Der Reinsdorfer Daniel Wartenberg, zuletzt ja mit einer prächtigen Marathonzeit (2:45:19 Stunden) glänzend, merkt zwar noch die Spuren dieses Husarenritts, nutzte trotzdem die Regenerationsphase zur Teilnahme. Er tat so viel, wie zum Sieg nötig war, streute ein paar Intervalle ein und kam schließlich auf 7 620 Meter. Zweiter wurde Frank Kleber (Grün-Weiß Wittenberg), allerdings Altersklasse 45, mit 7 520 Meter.
Als angenehm wurde registriert, dass auch eine ganze Reihe weniger leistungsorientierter Ausdauersportler mit Freude dabei waren. Im Frauenwettbewerb holte sich die Wittenbergerin Kristin Rühlicke mit 6 430 Metern den Sieg. Beachtlich waren hier auch die 6 250 Meter der 16-jährigen TSG-Sportlerin Johanna Dannenberg.
Elfjähriger mit starker Leistung
Beim 15 Minuten dauernden Rennen der Kinder marschierte der erst elfjährige Schmilkendorfer Lucas Peter mutig vorweg. Seine 3 520 Meter sind eine tolle Leistung. Noch drei Jahre jünger schaffte Yasmina Rynek von der Diesterweg-Schule gute 2 880 Meter. Überhaupt glänzten die Mädchen und Jungen dieser Bildungseinrichtung mit einer hohen Teilnehmerzahl. Und der Kinderpunsch anschließend mit der Teilnehmerurkunde in der anderen Hand – auch das passte.
Die Sieger über die halbe Stunde sind: Tino Peper (Wittenberg, Ak 30, 6 920 m); Marco Kreisel (Wittenberg, Ak 35, 6 620 m); Jens Ziemer (Reinsdorf, Ak 40, 6 720 m); Frank Noske (Pretzsch, Ak 50, 7000 m); Hans-Joachim Rienecker (Wittenberg, Ak 55, 6 210 m); Karl-Heinz Kotzur (Pretzsch, Ak 60, 5 000 m); Hans-Peter Bahr (Wittenberg, Ak 65, 5 900 m); Klaus Zastrow (Pretzsch, Ak 70, 4 890 m); Kurt Hempel (Wittenberg, Ak 75, 4 800 m); Nicole Beck-Rühlicke (Wittenberg, Ak 30, 4 880 m); Andrea Schulze Winkler (Wittenberg, Ak 40, 5 400 m); Susan Dubro (Wittenberg, Ak 5 800 m); Doris Krüger (Grün-Weiß Wittenberg, Ak 50, 5 500 m).

Staffelstab wird übergegeben

MZ im April 2013 und iNGO im Mai 2013

Moritz überreicht Staffelstab an Martin

Als sich am 3. April 1998 etwa dreißig Sport- und Kulturinteressierte in der Wittenberger Stadtrandsiedlung zu einer Vereinsgründung einfanden, konnte noch niemand erahnen, welch rasante Entwicklung der Verein Botenläufer Wittenberg e.V. nehmen würde. In diesen Tagen feiert der inzwischen auf achtzig Mitglieder angewachsene Verein sein 15-jähriges Bestehen.

Aus einer Idee, die vor zwanzig Jahren mit einem Etappenlauf von Wittenberg nach Rom 1993 größere Gestalt annahm, entstand schnell die Gewissheit, dass nur ein organisierter Verein weitere Ideen entwickeln und auch in die Tat umsetzen konnte.

Unzählige Etappenläufe auf Luthers, Melanchthons oder Cranachs Spuren durch Deutschland, Amerika, Dänemark oder bis nach Ungarn sind ein Beleg für solide Vereinsarbeit. Farbenfroh und gut gelaunt präsentieren sich die Botenläufer jährlich zu Luthers Hochzeit auf der Wiese nördlich der Wittenberger Stadtkirche oder zum Weihnachtsmarkt der Vereine. Mehrere Arbeitsgruppen sichern die unterschiedlichsten Aktivitäten des Vereins ab. Dabei soll niemand im Verein zu kurz kommen. Bis zu drei Generationen sind inzwischen fest integriert und spiegeln ein familienfreundliches Miteinander wider.

Der nun scheidende Vorsitzende Eckhard Moritz hat einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des Vereins der letzten Jahre. Auch wenn er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten möchte, so sind ihm „seine“ Botenläufer so sehr ans Herz gewachsen, dass auf seine zukünftige Unterstützung gebaut werden kann. Als Ehrenmitglied genießt er nun einen besonderen Status. Am 5. April erfolgte die gut vorbereitete Übergabe des Staffelstabes an den in der Läuferszene bekannten André Martin im Vereinslokal „Zum Goldenen Anker“.

Der Winterschlaf ist vorbei und Zeit zum Ausruhen gab es genügend. Ein voll besetzter Reisebus macht sich am Freitag auf den Weg ins tschechische Decin, um mit Wanderungen nahe der deutsch-tschechischen Grenze und einer Elbebootsfahrt aktiv und zünftig das kleine Jubiläum zu feiern. Dabei werden sicher auch die Vorbereitungen des Jubiläums zum Romlauf eine Rolle spielen.

Wochenspiegel vom 13.02.2013

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10. Winterwanderung

Zwischen Wasserturm und Kaiser-Wilhelm-Turm um Bad Schmiedeberg

Volksstimme Zerbst v. 09.07.2012

Stopp im Rathaus Zerbst

Generalanzeiger vom 11.07.2012

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Die Etappe in Hecklingen

Mitteldeutsche Zeitung vom 9.07.2012

Botenläufer auf Werbetour

Auf dem Weg zum Anhalt-Tag

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Super Sonntag vom 01.07.2012

Aktion der Botenläufer

„Anhalt 800“: Von 6. bis 8. Juli laufen die Wittenberger durch Anhalt

Coswig/Dessau (aw). „Wir sitzen in den Startlöchern, es kann losgehen“, freuen sich die Botenläufer Eckhard Moritz und Bernd Güldner auf den Jahreshöhepunkt. Etwea 50 Vereinsmitglieder, darunter zehn Kinder, machen sich am Freitag auf den Weg, die Kulturlandschaft von Anhalt zu durchlaufen.

„Die Tour ist unser Beitrag zum Anhalt-Jubiläum“, sagt Vereinsvorsitzender Moritz, innerhalb von drei Tagen sollen 13 Orte angelaufen werden. Im Gepäck haben sie eine Grußbotschaft des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff: „Ein tolle Aktion innerhalb des Jubiläumsjahres „Anhalt 800“, die Initiative stärkt die bedeutende Rolle der anhaltischen Geschichte.“ Haseloff gefällt der sportliche Charakter und dass die Bürgermeister der zu durchlaufenden Orte sich auf der Grußbotschaft verewigen. Die Botschaft überreichen die Botenläufer am 8. Juli Klemens Koschig, Oberbürgermeister Dessau-Roßlau, zum 16. Sachsen-Anhalt-Tag.

Seit Februar wird der Ausflug durchgeplant. „Es ist nicht immer leicht, die richtigen Ansprechpartner zu finden.“ Schwierig auch, 50 Leute auf einen Schlag unterzubringen. Die Organisatoren schöpfen aus ihren langjährigen Erfahrungen: „Viele Orte sind uns aus früheren Läufen bekannt.“ Güldner spricht von 18 historischen Laufaktionen seit 1990, unter anderem ging es nach Rom und in die Wittenberger Partnerstädte: Göttingen, Bretten, Springfield (USA), Haderslev (Dänemark) und Békéscsaba (Ungarn) – 10.720 Kilometer wurden schon zurückgelegt.

240 Kilometer kommen in diesem Jahr dazu: „Pro Tag laufen wir etwa 100 Kilometer – in drei Gruppen aufgeteilt.“ Begleitet werden die Läufer von einer Gruppe Radfahrer und einem Reisebus – für die nichtaktiven Botenläufer.
Start ist um 10 Uhr am Rathaus Harzgerode: „Wir haben einen strengen Zeitplan, jede Gruppe muss pünktlich an den Aktionspunkten sein.“ Dort hätten sie genau 20 Minuten Zeit, die Botschaft zu überbringen. Übernachtet wird am ersten Tag in der Jugendherberge Bernburg.

Ausschlafen geht nicht: Frühstück ist um 6.30 Uhr. Güldner: „Die erste Gruppe wird 9.30 Uhr in Köthen erwartet.“ Wer Lust hat, kann eine Etappe mitlaufen. Auch der Köthener Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander ist von der Partie. „Wir sind gespannt, ob er die 11 Kilometer bis Reppichau schafft.“ Treffpunkt am Abend: Die Komturei Buko. Coswigs Bürgermeisterin Doris Berlin empfängt die Truppe und unterzeichnet die Grußbotschaft.

Finaltag ist Sonntag: Alle Gruppen laufen gezielt nach Dessau. Es geht über die A9 oder über die Coswiger Fähre. Der Fährmann setzt nur für die Botenläufer schon um 8 Uhr über. 9.15 Uhr wird die Gruppe vor dem Eichenkranz in Wörlitz, von Oranienbaums Bürgermeister Uwe Zimmermann erwartet.

Er unterschreibt als Letzter die Grußbotschaft.“ Nun heißt es sich sputen, die Botenläufer sollen vor dem Festzug, der 11 Uhr startet, die Grußbotschaft an der Ehrentribüne überreichen. Anschließend reihen sie sich im Block „Anhalt-Wittenberg“ ein. Es geht 2,5 Kilometer durch die Innenstadt. Rund 4.000 Mitwirkende stellen die Vielfalt Sachsen-Anhalts dar. Einen großen Platz wird dabei der 800. Geburtstag Anhalts einnehmen.

Super Sonntag vom 10.10.2010

Ein Lauf ohne Grenzen
Botenläufer absolvieren große Tour nach Ungarn

Wittenberg (wg). Der Höhepunkt im Vereinsleben der Botenläufer der Lutherstadt Wittenberg wird vom 16. bis zum 24. Oktober der Lauf in die ungarische Partnerstadt Bécéscsaba sein. Die Strecke verläuft auf 1.200 Kilometern durch die Tschechische Republik, die Slowakische Republik und endet in Ungarn. “Damit danken wir im 20. Jahr der Deutschen Einheit den Ungarn für ihr besondere Engagement“, erklärt Eckhard Moritz, Vorsitzender der Botenläufer. Die Ungarn seien die ersten gewesen, die im Sommer 1989 durch die Grenzöffnung nach Österreich dafür sorgten, dass der Eiserne Vorhang zerfiel. “Damit haben die Ungarn, aber auch andere Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes dazu beigetragen, dass die friedliche Revolution und das weitere Zusammenwachsen Europas gelingen konnte“, sagt Moritz.
“Wir haben viele neue, junge Mitglieder in unseren Reihen und die wollen eine größere Herausforderung anpacken“, so Moritz. 49 Vereinsmitglieder beteiligen sich an diesem Lauf, darunter neun Kinder unter 14 Jahren. “Bei uns sind inzwischen drei Generationen aktiv, von den Großeltern bis zu den Enkeln“, freut sich Moritz. Gelaufen wird in fünf Gruppen, die Tagesetappe umfasst im Durchschnitt 200 Kilometer, so dass pro Gruppe circa 40 Kilometer zu absolvieren sind.
Die Vorbereitungen waren intensiv und wurden von Bernd Güldner geleitet: “Wir haben die gesamte Strecke erkundet, jeder Läufer bekommt einen detaillierten Plan, denn wir laufen auf verkehrsberuhigten Wegen.“ Der erste Abschnitt bis Decin ist kein Problem, denn da hilft der Elberadweg, den die Botenläufer bereits 2004 absolviert haben. Weitere Stationen sind Pardubice und Uherske Hradiste in der Tschechischen Republik sowie Sahy in der Slowakischen Republik. Erste Station in Ungarn ist Kecskemét, von dort führt die letzte Etappe direkt nach Békéscsaba. Unterwegs stehen auch Besichtigungen auf dem Programm wie ein Besuch der Festung Königsstein. “Unser Städtepartnerschaftslauf wird vom Auswärtigen Amt gefördert“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Sowohl in der ungarischen Partnerstadt als auch an den Etappenzielen überreichen die Botenläufer je einen Lutherbotschafter von Kunstprofessor Ottmar Hörl. “Mit den Lutherfiguren wollen wir die
Kunde der Lutherdekade und des Reformationsjubiläums 2017 in den eu-ropäischen Ländern weiter verbreiten“, betont Moritz.
Schließlich berufen sich die Botenläufer auf eine 500 Jahre alte Tradition, denn schon zu Luthers Zeiten überbrachten sie Botschaften in alle Himmelsrichtungen. “Wir werden überall mit offenen Amen empfangen und die Übergabe der Lutherbotschafter erfolgt jeweils in einem würdigen Rahmen“, versichert Cheforganisator Güldner. Nur beim katholischen Abt in Velehrad in Tschechien holte man sich eine Abfuhr, dort war der Gruß aus dem protestantischen Wittenberg unerwünscht. “Da half auch nicht der Hinweis, dass wir 1993 nach Rom gelaufen sind und im Vatikan empfangen wurden“, schmunzelt Güldner. Der Start erfolgt am Samstag, dem 16. Oktober, um 9 Uhr an der Schlosskirche. Am 21. Oktober werden die Botenläufer am Ortseingang von Bé-késcsaba empfangen und gemeinsam mit ungarischen Sportlern durch die Stadt zum Rathaus laufen, wo sie vom gerade wieder gewählten Bürgermeister Hanó Miklós erwartet werden. In Békéscsaba werden die Botenläufer aber auch von Lutherstädtern erwartet – von Joachim Richter, Vorsitzender des Partnerschaftsbeirates, von Schülern der Kreismusikschule, von Auszubildenden des BBW, von Konfirmanden der Stadtkirchengemeinde sowie Mitgliedern der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft.
Dann weilen mehr als 100 Lutherstädter in der ungarischen Partnerstadt, die aus diesem Anlass einen “Wittenberg Tag“ veranstaltet. Mit im Gepäck haben die Gäste unter anderem 100 Liter Luther-Bier sowie Wasser aus einem Röhrwasserbrunnen: Damit wird symbolisch die bereits 2006 in Bécéscsaba gepflanzte Freundschaftseiche gegossen.

Sechs Botschafter gehen auf Reisen

Empfang der Lutherbotschafter

Empfang der Lutherbotschafter

Super Sonntag vom 26.09.2010
Foto: Antje Weiß

Botenläufer unternehmen einen Städtepartnerschaftslauf durch das offene Europa ohne Grenzen

Eckhard Moritz nimmt vor dem Alten Rathaus für die Botenläufer sechs Lutherbotschafter in Empfang. Luther-Darsteller Bernhard Naumann ist zufrieden. Wittenberg (aw). 20 Jahre nach der Wiedervereinigung wollen die Wittenberger Botenläufer mit einem Lauf quer durch ein offenes Europa die Kunde der Lutherdekade auch mit sechs Lutherbotschaftern im Gepäck verbreiten. “Die Installation von Ottmar Hörl hat dazu beigetragen, die Lutherdekade und das 500. Reformationsjubiläum im Jahre 2017 international bekannt zu machen“, sagt Eckhard Moritz, Vorsitzender der Botenläufer Wittenberg, “und auch wir wollen mit unserem Lauf dazu beitragen. Hörls Lutherbotschafter nehmen wir als wichtiges Symbol mit.“ Moritz freut sich besonders darüber, dass die Bundesregierung die Aktion der Botenläufer nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützt: Das Auswärtige Amt schickte einen Zu- wendungsbescheid, mit dem auch die Lutherbotschafter fin-anziert werden konnten.
“Ich bin begeistert über das Engagement der Wittenberger Botenläufer”, sagte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, “das Vorhaben passt vorzüglich in den Förderschwerpunkt Reformationsdekade im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.” Der Städtepartnerschaftslauf im Oktober verläuft durch die Tschechische Republik, die Slowakische Republik und endet nach 1100 km in der ungarischen Partnerstadt Bekescsaba. In den sechs Städten, die angelaufen werden, wird je ein Lutherbotschafter an den jewiligen Bürgermeister übergeben. Die Läufer haben auch eine Grußbotschaft des Wittenberger Oberbürgermeisters Eckhard Naumann dabei, der sich sehr über das langjährigen Engagement des Vereins freut und bereits auf die von der langen Reise mitgebrachten Geschichten gespannt ist.

Gestaltung und Technische Umsetzung: www.systemhaus-wittenberg.de